Starke Stimmen und bunte Vielfalt: Grundschulkinder setzen beeindruckende Zeichen für Toleranz
Olsberg. Die Kinder waren stolz und begeistert: „Ich fand es schön, dass ich einen eigenen Freund gestalten konnte“, erzählt ein Junge. Die 45 Schülerinnen und Schüler der dritten und vierten Klassen der Franziskus-Grundschule in Bruchhausen machten sehr engagiert und kreativ beim Projekt „Stille Freunde“ mit.
Kulturelle Bildung, künstlerische Arbeit und gesellschaftlicher Dialog beginnen schon bei den Jüngsten. Wie tiefgründig, mutig und kreativ das aussehen kann, haben die Grundschulen im Stadtgebiet Olsberg in zwei beeindruckenden Projekten bewiesen. Gefördert durch das Ministerium für Kinder, Jugendliche, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes NRW und getragen vom Schmallenberger Verein Ensible e.V. (Stützpunkt für Jugendkultur in NRW), standen die Kinder und ihre Sicht auf die Welt im absoluten Mittelpunkt.
Bürgermeister Patrick Potthoff zeigte sich beim Besuch in der Franziskus-Grundschule in Bruchhausen beeindruckt von dem unglaublichen Engagement der jungen Generation: „Ich bin begeistert, dass alle Grundschulen der Stadt Olsberg bei diesem tollen Projekt mitgemacht haben. Und natürlich gratuliere ich allen Kindern zu ihren schönen Kunstwerken und zu ihren großartigen Filmen.“ Voller Stolz präsentierten die 45 Jungen und Mädchen der dritten und vierten Klasse die Fotos ihrer selbstgestalteten stillen Freunde. Und auch Schulleiterin Britta Kneer war angetan von dem Projekt.
An der St.-Martinus-Grundschule Bigge wurde mit zwei Klassen das Film- und Fotoprojekt „Mensch ist Mensch“ umgesetzt. Dabei sollte Kindern eine Stimme gegeben werden. Ihre Gedanken zu Herzensthemen wie Zusammenhalt, Respekt und Verantwortung sollten auch für Erwachsene sichtbar gemacht werden. Gemeinsam mit einer professionellen Fotografin entwickelten die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen kurze, ehrliche Botschaften. Diese wurden zunächst als Text, später als Audioformate und Fotos festgehalten. Daraus entstanden zwei bewegende Kurzfilme unter dem Titel „Gruß der Kleinen an die Großen“ sowie eine begleitende Fotoreihe aus 24 ausdrucksstarken Plakaten mit Porträts und Botschaften.
Wie tiefgründig die Kinder dabei dachten, zeigen ihre eigenen Worte: Emma und Maxine (10 Jahre) erklärten: „Wir wollen, dass Frauen in allen Ländern gleich behandelt werden und dass jedes Kind zur Schule gehen kann.“ Lia und Maria (10 und 9 Jahre) ist das Thema Umweltschutz wichtig: „Wir glauben an weniger Fabriken und weniger Rauch, also bitte schützt die Umwelt etwas mehr, denn wir brauchen sie noch.“ Leonie und Miriam (10 Jahre) setzen sich für Frieden ein: „Wir wollen eine Welt ohne Krieg und Gewalt und in unserer Schule fangen wir damit an.“
Parallel dazu drehte sich an drei weiteren Schulen alles um das Thema Vielfalt: Die Franziskus-Grundschule in Bruchhausen, die Kardinal-von-Galen-Schule und die St. Martinus-Schule in Bigge nahmen am Projekt „Stille Freunde“ teil. Dabei erschufen Kinder der dritten und vierten Klassen fantasievolle, einzigartige Skulpturen. Obwohl keine Figur der anderen gleicht, erleben sie gemeinsam als Freunde kleine und große Abenteuer. Durch die eigene Kameraarbeit der Kinder wurden die Skulpturen auf der fotografischen Leinwand zum Leben erweckt. Auf spielerische Weise lernten die Schülerinnen und Schüler dabei nicht nur die Grundzüge der Fotografie kennen, sondern erfuhren hautnah, was Begriffe wie Vielfalt, Respekt, Toleranz und Freiheit bedeuten – und wie man sie im echten Leben mit Liebe und Leben füllt.
Beide Projekte machen eine junge Generation in der gesamten Stadt Olsberg sichtbar, die nicht schweigt, sondern ihre Überzeugungen mutig zeigt. Sie beweisen eindrucksvoll: Kultur und gesellschaftliches Miteinander beginnen mit den jungen Menschen. Die beeindruckenden Ergebnisse der Projekte finden Interessierte unter folgenden Links: https://www.youth-and-arts.nrw/de/projects/mensch-ist-mensch und https://visions.nrw/index.php/de/ateliers .





